Online Marketing

Brauchst du im Online Marketing noch eine eigene Website?

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Mai 5, 2019

Online Marketer werben immer mehr damit, dass man “mit diesem Produkt keine eigene Website braucht”. Aber ist das wirklich so? Braucht man heutzutage überhaupt keine eigene Website mehr?

Dass es kein Problem ist, sein Geld im Internet auch ohne zu verdienen dürfte jedem inzwischen klar sein aber kannst du dir deswegen gleich die eigene Website sparen?

Um es vorweg zu nehmen, nein ich denke nicht, dass du dir deine Website sparen kannst. Ich bin sogar der Meinung, dass es heutzutage wichtiger denn je ist, sich seine eigene Domain aufzubauen.

In diesem Artikel zeige ich dir die Pro’s und Kontra’s die eine eigene Online Präsenz mit sich bringt, welche Herausforderungen es sonst noch gibt und warum ich der Meinung bin, dass du dir die Arbeit auf jeden Fall machen solltest.

Falls du noch nicht weißt, womit du dein Geld im Internet verdienen sollst, empfehle ich dir meine dreiteilige Artikelserie:

  1. Online Selbstständig machen ohne Eigenkapital
  2. 11 unkonventionelle Ideen, um im Internet Geld zu verdienen – Teil 2
  3. Warum 90% der Menschen an ihrer Heimarbeit scheitern -Teil 3

Nachteile einer eigenen Website

Das schlimmste immer zuerst und darum beginnen wir mit den Nachteilen. Die beiden größten Faktoren sind (wie so oft) Zeit und Geld.


Zeitaufwand

Falls du mehr als eine simple Optimizepress Verkaufsseite haben möchtest, wirst du viel Zeit in dein Projekt investieren müssen. Selbst mit Optimizepress kann der Aufbau ganz schön viel Zeit in Anspruch nehmen.

Gerade wenn du noch am Anfang deiner Marketing Karriere stehst wirst du es dir kaum leisten können eine Agentur oder sogar mehrere Entwickler zu engagieren.

Du wirst dich selbst mit WordPress befassen müssen und dir die Fähigkeiten selbst aneignen müssen.

Zum Glück leben wir in einer Zeit in der du nicht einmal programmieren können musst, um ein ordentliches Ergebnis zu kreieren.

Für fast alles gibt es schon Komplettlösungen in Form von Themes und Plugins. Und für die Bereiche in denen du wirklich einmal Hilfe brauchst, existiert irgendwo im Netz ein hilfreiches Video oder Blogbeitrag.

Aber die eigentliche Zeit aufreibende Arbeit hat hier noch gar nicht begonnen. Je nachdem, ob du deine Website noch mit Content (Blog) füllen willst oder sie dein virtuelles Aushängeschild sein soll, kommt die eigentliche Arbeit nämlich noch.

Ein gut aufgesetzter Blog kostet dich monatelange Arbeit. Sowohl im schreiben, gestalten, als auch im recherchieren und ist somit ein eigenes Mammut Projekt.

Schau dir dazu gerne meinen Artikel an Einen Blog erstellen von dem man Leben kann

Falls du willst, dass deine Website für bestimmte Keywords rankt, wirst du einen Blog brauchen. Womit wir beim letzten großen Zeit Faktor wären. Dem Ranking.

Es dauert in der Regel zwischen 9-12 Monaten, bis eine neue Website sich in ihrem Suchmaschinen-Ranking eingepegelt hat und eine nennenswerte Anzahl an Besuchern erhält.


Kosten

Wenn du nicht vorhast deine Website über einen High-Speed Hosting Anbieter aufzusetzen, brauchst du heutzutage keine Unsummen mehr zu bezahlen.

Eine einmalige Einrichtungsgebühr von 10€ und fortlaufende Kosten von 5€ pro Monat reichen inzwischen schon vollkommen aus.

Ein gutes Theme gehört Heute zum Standard und darf deswegen nicht fehlen. Nehmen wir aber noch zwei Plugins in die Rechnung um das Ergebnis etwas höher anzusetzen.

  • 10€ Einrichtungsgebühr
  • 5€ Hosting Kosten
  • 50€ Theme
  • 50€ Plugin

Die Kosten für den zeitlichen und nerflichen Aufwand lassen wir jetzt einmal außen vor.

Wenn du Produkte auf deiner Website verkaufen willst, brauchst du Besucher. Das heißt, wenn du dein Business nicht vollständig auf organischem Traffic aufbauen willst, musst du Werbung schalten.

Und das kostet. Egal ob über Google, Facebook oder Instagram. Werbung schalten zu müssen ist ein Dauerhafter Kostenfaktor, der wie ein Elefant im Raum steht.

Du kannst mit Klickpreisen von 0,30€ bis 1€ rechnen. (je nach Nische und Relevanz)

Bei deiner Kostenkalkulation solltest du daher ganz genau hinschauen. Dir muss bewusst sein, wie viel Verkäufe du brauchst, um dieses Geld wieder heraus zu bekommen.


Wartung

Hiermit haben wir einen Punkt der dir als Websitebetreiber mächtig auf die Nerven gehen kann.

Die digitale Welt ist die schnellebigste die wir kennen. Was heute noch modern ist, ist morgen schon nicht mehr up to Date.

Womit wir auch beim Stichwort wären. Updates. Vor 2 Monaten hat WordPress eine neue Version veröffentlicht. Ergebnis:

Plugins funktionieren nicht mehr, gewisse Anzeigen auf der Website werden nicht mehr richtig dargestellt und du musst dich wieder neu einlernen, weil sich das Hub verändert hat.

Das bedeutet Arbeit. Nicht nur für dich, sondern auch für alle einzelnen Plugin Hersteller. Ob du alle Plugins danach wieder wie gewohnt nutzen kannst ist fraglich.

Denn: du bist auf die Arbeit der Plugin Hersteller angewiesen. Diese müssen ihre Produkte nämlich genauso up to date halten, wie du deine Website. Das ist ein Faktor, den du nicht beeinflussen kannst.

Und hast du einen Blog, kann bei einem solchen Update eine Menge Arbeit auf dich zukommen. Ich durfte jeden einzelnen meiner Beiträge durcharbeiten und wieder neu anpassen.

Zum Glück sind so große WordPress Änderungen die Seltenheit.


Rechtliche Lage

Verstößt eine Website gegen geltendes Recht, ist der Inhaber, der im Impressum steht der Schuldige, der die Suppe auslöffeln darf. Was in dem Fall du bist.

Gesetze ändern sich und was heute mit einer Verlinkung legal war kann morgen schon zu einer Anzeige führen.

Du musst dich also immer ein bisschen informieren und am Ball bleiben. Stichwort DSGVO und die neue Urheberrechtsreform.

Natürlich musst du dich auch auf Plattformen an geltendes Recht halten allerdings sorgen die Mitarbeiter meist dafür, dass du die Regeln einhältst.

Unangemessene oder rechtswidrige Beiträge werden von Benutzer der Plattformen oder direkt vom Support selbst entdeckt, gelöscht und bestraft.

Und spätestens nach dem zweiten Bann auf Zeit haben es dann die meisten begriffen. Wer da immernoch nicht an die Regeln hält fliegt in der Regel sowieso raus.


Vorteile einer eigenen Website

Es freut mich besonders, dir diesen Teil vorzustellen, denn er kann große Auswirkungen auf deine Online Marketing Zukunft haben.


Unabhängigkeit

Das ist wohl der Hauptgrund, warum ich diesen Beitrag schreiben wollte. Dir deine eigene Webseite aufzubauen macht dich unglaublich unabhängig.

Baust du dein Business über Facebook, Amazon, Ebay, Instagram oder auch sonstwie auf, bist du immer auf diese Plattformen angewiesen. Es reicht eine Änderung im Algorithmus und schon stehen die Angebote nicht mehr auf Platz 1, sondern auf Seite 2.

Das kann einem Marketer das Genick brechen, wenn sich dieser nicht gut genug abgesichert hat.

Bitte nicht falsch verstehen. Ich finde es absolut genial, sich ein Business über eine Plattform aufzubauen, halte eine Website aber dennoch für notwendig. Selbst wenn sie nur ein Notanker ist.

Vor ein paar Wochen wurde die neue Urheberrechtsreform im Europaparlament verabschiedet, in der es heißt, dass Plattformen für die Inhalte der User verantwortlich gemacht werden.

Das wird zufolge haben, dass Plattformen ihre Dienste in der EU einstellen werden, weil sie nicht gewährleisten können, dass ALLE Inhalte den EU Richtlinien entsprechen.

Steht dein Business dann allein auf den Pfeilen anderer, kann das Kartenhaus schnell zusammen fallen.


Du bist der Chef

Du machst die Regeln, du bist der Boss. Du entscheidest, ob du ein neues Design oder Feature integrieren willst.

Wenn du willst, dass dein Produkt auf der Startseite erscheint kann dich niemand daran hindern. Du bist nicht auf die Geschwindigkeit der Plattformen angewiesen, sondern kannst integrieren, was du willst.

Du kannst verlinken was du willst und du hast immer das letzte Wort.


Flexibilität

Die Trends ändern sich so schnell, dass nur der Anpassungsfähigste die Wellen mitreiten kann.

Der eigene Chef der Webseite zu sein kann dir einen enormen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Selbst wenn du nur die Trends aus den USA vor allen anderen adaptierst, bist du deinen deutschen Mitbewerbern ein großen Sprung voraus.

Hier ein Beispiel:

Als ich den Artikel Dieses kostenlose Tool erhöht deinen Traffic garantiert veröffentlicht habe, gab es noch recht wenige Webseiten, die so ein Subscription Tool integriert hatten.

Heute gehört es in Deutschland schon fast zum Standard.

Dauer: 5 Monate. Wer zu den Early Birds gehören will muss also auf zack sein.


Mit Blog: kostenloser Traffic

Falls du dich dazu entschließt, dir die Arbeit eines Blogs zu machen und irgendwann den größten Batzen Arbeit geschafft und dir ein anständiges Ranking erobert hast, kannst du auf eine rosige Zukunft blicken.

Wenn: du deine Arbeit gut gemacht hast und gut positioniert bist.

Denn in diesem Fall wird deine Website einen kostenlosen Besucherstrom über Suchmaschinen erhalten. Was auf dir auf Dauer all die Arbeit wieder entlohnen wird.


Fazit

Auch wenn es eine Heidenarbeit sein kann sich seine eigene Online Präsenz aufzubauen, so bringt sie doch eine Menge Vorteile mit sich, die du über Plattformen nie nutzen können wirst.

Aber eben weil es so viel Arbeit ist, solltest du nicht deine ganze Energie in deine Website stecken. Nutze die Vorteile der Plattformen aus aber baue dir parallel dein eigenes Ding auf.



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