Selbstorganisation Tagebuch

Den eigenen Tag organisieren (Business Erfahrungsbericht)

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Februar 24, 2019

Der Februar geht langsam zuende und ich dachte mir,es wird mal wieder Zeit für ein kleines Business Update. Es hat sich in der Zwischenzeit für mich einiges getan, das meine Produktivität MASSIV verbessert hat, von dem ich dir gerne berichten möchte.

Vor allem habe ich gelernt, wie wichtig das eigene Zeitmanagement ist aber lies selbst.

Die aktuelle Lage

In meinem 2 wöchigen Winterurlaub über Weihnachten und Neujahr hatte ich mich sehr stark auf die Promotion meines Blogs mithilfe von Pinterest konzentriert. Schaue dir dazu meinen Artikel norbertpagels.de/pinterest-erster-monat/ an.

Das war dann auch so ziemlich die einzige Zeit in der ich mich aktiv auf die Erstellung und Veröffentlichung von Pins konzentriert habe.

Ich wollte einfach mal schauen, was es für eine Arbeit bedeutet einen ganzen Monat bei Pinterest aktiv zu sein und wieviel dabei letztendlich rum kommt.

Zwar war ich positiv überrascht, wie schnell die Besucherzahlen hoch gingen, trotzdem wollte ich Pinterest nicht weiter nutzen, weil die 100 kostenlosen Pins meines Planungstools erschöpft waren.

Jetzt sieht es so aus, dass ich trotzdem noch jeden Tag 1-8 Besucher durch meine Pinterest Pins erhalte. Inzwischen sind viele weitere Blogposts entstanden, die ich auch gerne auf Pinterest promoten würde aber:

Ich habe mir im Januar die Frage gestellt, wie viele meiner Tätigkeiten auch Einkommens produzierende sind. Und ich habe festgestellt, dass ich die ganzen Dinge rund um meinen Blog wohl kaum dazu zählen kann.

Ich rechne damit, dass der organische Traffic dieses Blogs erst zwischen Juni und September starten wird, denn im Moment sieht es so aus:

Zum Vergleich, mit Aktivität auf Pinterest sah es so aus:

Der Unterschied ist enorm, keine Frage. Man kann auch ziemlich gut erkennen, wann ich mit dem pinnen aufgehört habe.

Man kann aber auch ganz gut sehen, dass vorher überhaupt nichts los war. der erste Ausschlag begann am 23.12.18 und seitdem ist kein Tag vergangen, an dem nicht ein Besucher meine Website über Pinterest besucht hat.

Sehr interessant und hilfreich finde ich es schon aber ich wollte mich zu 100% auf Einkommens produzierende Tätigkeiten konzentrieren.

Eine davon ist der Verkauf von Ware auf Ebay. Die andere ist die Arbeit an meinem Kindle Business.

Ich bin noch bis zum 30.06.19 Soldat bei der Bundeswehr, bedeutet ich habe nur noch 4 Monate, um mich auf das Leben als Selbstständiger (und später Unternehmer) vorzubereiten.

Aus dem Grund hatte ich letzt Woche geschaut, wie viel Urlaub ich denn noch habe und stellte fest, dass ich sogar noch ein paar Tage aus dem letzten Jahr in dieses mit rein genommen hatte.

Also nahm ich mit für diese Woche Urlaub, um zu testen, wie so der Tag ablaufen könnte, wenn ich komplett auf mich allein gestellt wäre.


Den eigenen Tag strukturieren

Eine der wichtigsten Fähigkeit, die du als Selbstständiger brauchst, ist die Fähigkeit deinen Tag eigenständig (und vor allem sinnvoll) zu organisieren, strukturieren und zu planen.

Es ist unglaublich wichtig, dass du deinen Tag so planst, dass deine Fähigkeiten optimal ausgeschöpft sind.

Ich wollte zum Beispiel meine Arbeit morgens mit 2 Stunden lesen beginnen. Da habe ich gemerkt, dass ich morgens überhaupt nicht gut lesen kann, Abends dafür umso besser.

Zur Zeit stehe ich um 05:40 Uhr auf. In meinem Urlaub war es 06:00 Uhr, also quasi ausschlafen.

Der Tag sah so aus, dass ich aufgestanden bin, mir die Zähne geputzt habe, während das Wasser für meinen Tee aufkochte und mich an den Rechner gesetzt habe.

Von da an hieß es dann bis 10:00 Uhr zu arbeiten. Das ist die Zeit ihr der ich meinen besten Fokus habe. Mein Magen ist leer und mein Verstand messerscharf. Hier kann ich mich am besten konzentrieren und bin sehr produktiv.

Da gab es dann Frühstück. (1h Frühstückspause)

Von 11:00 Uhr bis 14:50 Uhr arbeitete ich dann etwas entspannter und machte auch mal etwas anderes, wenn es in Richtung 14/15 Uhr ging.

Danach ging es dann zum Sport, von 15:00 Uhr bis ungefähr 17:00 Uhr. Sodass es dann um ungefähr 17:20 Uhr Abendessen gab.

Ab 18:00 Uhr war dann Freizeit. Das bedeutet nicht, dass ich in dieser Zeit nicht auch teilweise etwas für mein Business getan habe.

Um 21:00 Uhr habe ich mich in mein Bett gelegt und noch ca. 1- 1 ½ Stunden gelesen.

Hier noch einmal im Überblick:

  • 06:00: Aufstehen
  • 06:00 – 10:00: Arbeiten
  • 10:00 – 11:00: Frühstück
  • 11:00 – 14:50: Gemäßigte Arbeit
  • 15:00 – 17:00: Sport
  • 17:00 – 18:00: Abendessen
  • 18:00 – 21:00: Frei verfügbare Zeit
  • 21:00 – 22:30: Lesen

Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass es ein ziemlich ausgebuchter Tagesablauf ist.

Das Ziel soll es natürlich nicht sein, von einer 40 Stunden Beschäftigung in die 80 Stunden Beschäftigung zu gehen, nur um selbstständig zu sein.

Ich habe aber im Moment so viel zu tun und es macht mir so großen Spaß, dass ich mich diese Woche einfach mal voll in die Arbeit reingestürzt habe

Und ich muss sagen, obwohl die Woche mit Arbeit vollgestopft war, hat es sich doch nicht wie Arbeit angefühlt. Eher wie ein Spiel, als würde man seinem Hobby nachgehen.

Wichtig war mir, dass ich in der Zeit von 6-10 Uhr konzentriert und produktiv arbeite. Im Vergleich zu all meinen bisherigen Jobs bin ich in dieser Zeit so produktiv, dass allein diese 4 Stunden ausreichen würden.

Natürlich möchte ich den Tag voll nutzen und so viel schaffen wie möglich. Wenn der Stein erst einmal ins rollen gebracht ist kann man immer noch darüber nachdenken einen Gang zurück zu schalten.


Selbstdisziplin aufbringen

Zum Glück macht mir das was ich tue Spaß aber das war nicht immer so.

Im August 2018 habe ich meinen Blog gestartet. Von da an wollte ich dann so viele Artikel wie möglich hochladen. Inzwischen hat es sich dann bei einem Artikel pro Woche (So 13 Uhr) eingependelt.

In der Zeit der Eingewöhnungsphase gab es nicht wenige Tage an denen ich mich massiv dazu durchringen musste mich an den Rechner zu setzen und etwas zu tun.

Aber ich habe mir immer wieder gesagt “wenn du das jetzt nicht machst wirst du nie Erfolg haben”.

Also habe ich mich hingesetzt und geschrieben. Im Kopf habe ich diese Zeit als Arbeitszeit abgestempelt.

Kein Smartphone, Kein Youtube, nicht einmal Musik. Auch nicht nur kurz oder nur einen Clip. Nichts!

Man muss sich selbst zur Arbeit bewegen, als sei man sein eigener Chef. Und wenn man sich zurücklehnen und einfach mal nichts tun will, fragt man sich “was würde mein Chef-Ich dazu sagen?”

“An die Arbeit du fauler SACK!”   😀

Nach einer gewissen Zeit hat dein Unterbewusstsein verstanden, dass es in dieser Zeit keine andere Option als arbeiten gibt.

Es ist als würde ein Freund dich zum Fitnessstudio fahren und dich erst in 1 ½ Stunden wieder abholen.

Was tust du? Wartest du wirklich bis er wieder da ist oder sagst du dir “ach, wenn ich jetzt eh schon hier bin …”

Und genauso musst du es mit der Arbeit an deinem Business machen, wenn du Probleme hast, dich zum arbeiten zu überwinden.

Blocke eine gewisse Zeit fest für deine Arbeit und mache nichts, was keine Arbeit ist.

Maximal nicht arbeiten und einfach nur vor deinem Rechner sitzen. ABER KEIN SOCIAL MEDIA ODER SONST IRGENDWAS.

Nach einer Weile wirst du einfach anfangen zu arbeiten – vor lauter Langeweile allein schon.

Es geht darum, deinem Kopf zu sagen “Hey, hier gibt es nichts anderes zu tun, uns bleibt nur Arbeit, Kumpel.”


Gewohnheiten – die mächtigste Kraft im Universum

Wenn du anfängst deinen Tag zu strukturieren stellt sich automatisch irgendwann eine Gewohnheit ein.

Eine Woche war für mich zu kurz, damit sich eine Gewohnheit einstellen kann. Es fühlte sich aber wie ein Teil von etwas wunderbarem an.

Ich dachte mir “wenn mein Arbeitstag SO aussehen würde, wäre mein Leben der Hammer”

Nicht, dass es das nicht so schon ist :P.

In dieser Woche hatte ich mehrere Tage in denen ich mein Tagespensum nicht nur für einen, sondern auch gleich für den nächsten Tag mit erledigt hatte.

An diesen Stellen hab ich mir schon oft genug überlegt “und nu?”. Klar kann man auch einfach NOCH mehr arbeiten aber diese Leerläufe haben mich schon überlegen lassen.

Denn so, wie man sich angewöhnt, so produktiv wie möglich zu sein, muss man sich auch angewöhnen dementsprechende Ausgleiche zu schaffen.

Als Selbstständiger im Internet muss man nämlich eigenständig für seine sozialen Kontakte sorgen.

Es muss also genauso zur Gewohnheit werden, dass man raus geht und neue Menschen kennenlernt. Das setzt eine genauso feste Planung im Tagesplan voraus.

Im Moment bin ich noch sehr kontaktscheu, was das Ansprechen fremder Menschen angeht.

Deswegen bin ich umso gespannter, wie sich diese Gewohnheit auf mein Leben auswirken wird.

In meinem Leben haben Gewohnheiten den größten Impact auf mein komplettes sein ausgewirkt. Von daher weiß ich, wie mächtig sie sind.

Darum solltest du dir nicht nur in Bezug auf dein Business, sondern in allen Lebensbereichen Gedanken über neue Gewohnheiten machen.

Ich werde es auch tun.

Das war jetzt mal ein etwas anderer Blogpost, mit weniger hilfreichen Informationen und mehr Tagebuch. Ich würde mich freuen, wenn du mir sagst, wie er dir gefallen hat.

Bis dahin, viel Erfolg!



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