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Flow lernen – so gelangst du immer in deinen Flow Zustand

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Januar 12, 2020

Der Flowzustand ist hier in Deutschland noch ein viel zu unterschätztes Phänomen, dem viel mehr Aufmerksamkeit beigemessen werden sollte.

Nur wenige Menschen wissen etwas mit diesem Begriff anzufahren und noch viel weniger wissen, wie sie diesen Zustand aktiv herbeiführen können.

Und genau aus diesem Grund möchte ich mit diesem Artikel Licht ins Dunkel bringen und dir zeigen, wie du deinen Flowzustand aktiv trainieren kannst.

Wie du also immer und überall dein volles Potenzial nutzen und mit Spaß das Beste aus dir herausholen kannst.


Den Flow Zustand besser verstehen und anwenden können 

Je besser du Flow verstehst, desto leichter wirst du ihn auch herbeiführen und anwenden können.


Was ist der Flow Zustand konkret?

Im Grunde ist Flow das pure sein. Kein Grübeln, sondern die völlige Konzentration auf die Aufgabe.

Du musst nicht darüber nachdenken, was die nächsten Schritte sind, sondern bist dir über jeden einzelnen vollkommen bewusst.

Währenddessen empfindest du Glück und Zufriedenheit.

Das Zeitgefühl verschwindet komplett und du versinkst vollkommen in deiner Aufgabe.

Und sobald der Zustand endet, fragst du dich wie die letzten Stunden so schnell vergangen sind.


Situationen in denen wir den Flow oft unbewusst erleben: 

Auf Arbeit: Ja, auch auf Arbeit gelangen viele Menschen in einen Flow Zustand. Hier ist es allerdings meist so, dass der Zustand hierbei kaum Glücksgefühle hervorruft. 

Das liegt daran, dass ein ganz wichtiger Komponent fehlt. (weiter unten mehr dazu)


Beim Computer spielen: Hier sind alle wichtigen Voraussetzungen für den optimalen Flow gegeben, weswegen auch so viele Leute über Jahre Spaß am Spielen haben können.

Denn nur durch den Flow kannst du dich vollkommen in das Spiel fallen lassen.


Beim Sport: Dieser Punkt gilt nicht nur für Sportler und Läufer. Denn auch ein absoluter Sportmuffel kann z.B. im Schulsport zu seinem Flow Erlebnis kommen.

Wie du hier bereits sehen kannst, erleben wir den Flow ständig ohne es wirklich zu bemerken.

Er begegnet uns im Alltag, beim Sport, bei Hobbys und auch beim Lernen.


Die wichtigsten Voraussetzungen für deinen Flow-Zustand

Kommen wir zu dem wichtigsten Teil, wenn es darum geht, zu deinem Flow-Zustand zu gelangen.

Die Voraussetzungen, die ich dir jetzt nennen werde, wirken am besten und effektivsten im Verbund miteinander.

Das heißt, du profitierst am besten von ihnen, wenn du auf jeden einzelnen Wert legst und dich nicht nur auf einen fokussierst.


Deine intrinsische Motivation

Du benötigst den inneren Wunsch die Aufgabe aus eigenem Antrieb erledigen zu wollen. 

Das ist wahrscheinlich der wichtigste Punkt, wenn es darum geht ein positives Flowerlebnis hervorzurufen.

Natürlich, auf Arbeit hast du einen solchen Antrieb nicht und kannst trotzdem in einen Flow-Zustand gelangen.

Das stimmt zwar, aber die Qualität ist hierbei nicht dieselbe.

Denn auch wenn du auf Arbeit voll im Flow bist, ruft er hier nicht die gleichen Gefühle von Glück und Zufriedenheit hervor.

Zwar bist du hier auch voll konzentriert und die Zeit vergeht wie im Fluge aber dennoch macht es dich nicht so glücklich, wie wenn du die gleiche Arbeit für dich erledigeb würdest.

(es sei denn, es ist deine Firma und die Arbeit, die machst, machst du so auch für dich)


Die Schwierigkeit der Aufgabe

Es ist vollkommen egal, ob du von deinem Chef oder aus innerem Antrieb heraus motiviert bist, wenn es um die Schwierigkeit der Aufgabe geht.

Die Aufgabe darf weder zu schwer, noch zu einfach für dich sein. Sie darf dich weder über-, noch unterfordern.

Denn ist sie zu schwer, fühlst du dich die ganze Zeit als wärst du der Sache nicht gewachsen, weil du ständig schauen, nachschlagen und überlegen musst, wie der nächste Schritt ist.

Das verursacht Stress, nervt dich und sorgt dafür, dass du eine Abneigung gegenüber der Aufgabe entwickelst.

Ist sie wiederum zu einfach fühlst du dich schnell gelangweilt, weil die Aufgabe dir nicht das Nötige abverlangt.

Flow ist die schmale Gratwanderung zwischen “kenn/kann ich” und “ist mir noch zu schwer”


Schalte alle Ablenkungen aus 

Nicht nur, dass jede Ablenkung dich aus deinem Flowzustand bringt, sie verhindert außerdem auch, dass du überhaupt erst in ihn gelangst.

Jedes blinken, vibrieren oder ungewohntes Geräusch kann dich aus deinem Fluss reißen und deine Konzentration unterbrechen.


Dein (subjektiver) Fortschritt 

Du musst das Gefühl haben, dass du vorankommst.

Wenn du Stunden, Tage, Wochen oder sogar Monate und Jahre an einer Sache arbeiten und dafür deinen Flow-Zustand nutzen willst, dann brauchst du das Gefühl des Vorankommens.

Das Gefühl zu haben, dass es trotz deiner Anstrengung irgendwie kein Stück vorangeht, killt deine Motivation und deine Chance auf Flow.


Du benötigst Wissen in dieser Tätigkeit

Je besser du dich in der Tätigkeit auskennst, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass du hier auch Flow herbeiführen kannst.

Es benötigt allerdings nur so viel wissen, dass du genau weißt, was zu tun ist.

Sie darf natürlich nicht zu einfach sein (siehe oben).


Den Flow Zustand gezielt herbeiführen

Lerne jetzt, wie du deinen Flow aktiv herbeiführen kannst, falls du nicht weißt, wie du die zuvor genannten Dinge in der Praxis umsetzen sollst.


Die Schwierigkeit der Aufgaben anpassen 

Zu einfach: Sollte dir eine Aufgabe wirklich zu einfach erscheinen und willst du zum Beispiel nur mehr Spaß durch Flow an dieser Arbeit haben, dann habe ich hier die Möglichkeit, mit der du das Problem am Besten lösen kannst:

Setze dir eigene Challenges: Versuche beispielsweise ein gewisses Pensum in einer bestimmten Zeit zu erreichen.

Und als Nächstes versuchst du diesen Rekord wieder zu überbieten.

So schaffst du nicht nur mehr, sondern hast auch mehr Spaß an der Aufgabe und die Chance in den Flow-Zustand zu gelangen.

Zu schwer: Brich die große Aufgabe in kleinere Stücke runter und nimm ihr somit ihren Schrecken.

Konzentriere dich dann immer nur auf den Teil, der direkt vor dir liegt und arbeite dich so Stück für Stück durch die große Aufgabe hindurch.

Behandle die Stücke dabei nicht wie die Teile einer großen Aufgabe, sondern als einzelne kleine Aufgaben.


Eine eigene Motivation Entwickeln 

Oft reicht es bereits aus seine Wahrnehmung zu verschieben und seinen Blickwinkel zu ändern.

Denn meistens warten bereits schöne Belohnungen auf dich. Zum Beispiel, wenn du für dein Studium, Schule oder etwas anderes  lernst.

Hier warten bereits schöne Belohnungen auf dich: Studium – ein Job in deinem Traumberuf, Schule – die Freiheit der Jobwahl, Führerschein – ungebunden sein und überall hinfahren können.

Und so warten bei fast allen Dingen “Belohnungen” auf dich, über die du dir nur bewusst werden musst. 

Motiviere dich und schaffe dein Warum, indem du dich immer wieder daran erinnerst, wofür du es machst.

Konzentriere dich auf das schöne Traumleben, das dir deine Mühe bringen wird.

Das klingt vielleicht etwas übertrieben aber genau so muss es auch sein.

Schaffe dir ein möglichst schönes Bild deiner Zukunft, zu dem dich deine Anstrengungen führen sollen.

Und falls du das absolut nicht kannst, kannst du dich auch selbst belohnen.

Setze dir Ziele, die du für diese Belohnungen erreichen musst.

Beispiel: “Wenn ich in der nächsten Klausur mind. eine 2 bekomme, gehe ich am Wochenende richtig fett essen” 

Oder: “Wenn ich dieses Quartal 20 neue Kunden an Land ziehe, fahre ich dieses Jahr nach XY in den Urlaub. Und für jeden weiteren gebe ich mir 100€ Taschengeld, die ich dort verprassen darf.”

Schaffe dir also deinen eigenen Anreiz, wenn dir der Gebotene nicht ausreicht.


Schaffe dir deinen subjektiven Fortschritt 

Der Fortschritt liegt immer im Auge des Betrachters.

Und ob du das Gefühl hast voranzukommen liegt ganz in deiner Hand, denn alles, was es braucht, ist ein subjektiver Fortschritt.

Falls Fortschritt nicht direkt erkennbar ist (wie zum Beispiel beim Sport), dann kannst du deinen Fortschritt zum Beispiel in der Zeit bemessen, die du mit der Tätigkeit verbracht hast.

Ich weiß, das Beispiel ist nicht ganz stichhaltig, weil die gebrauchte Zeit nichts über den Fortschritt aussagt.

Bei Tätigkeiten wie diesen solltest du dich einfach nur darauf konzentrieren, dass du dein gestecktes Ziel irgendwann erreichen wirst und du dafür nur genügend Zeit brauchst.

In allen anderen Fällen solltest du nur deine Wahrnehmung etwas verändern.

Denn Fortschritt kannst du in allem bemessen.

Beispiel Gitarre spielen lernen: du kannst deinen Fortschritt darin bemessen, dass du die Gitarre perfekt beherrschst, du einen Song spielen kannst, du alle Akkorde kannst oder die Gitarre nur richtig hältst.

Wie du deinen Fortschritt bemisst liegt ganz in deiner Hand .


Wichtig: Denke nicht zu viel darüber nach 

Konzentriere dich nicht die ganze Zeit darauf, dass du unbedingt in deinen Flowzustand gelangen willst, sondern eher auf die Aufgabe selbst.

Konzentriere dich lieber darauf wie deine Aufgabe aussieht, was du erreichen willst und wie die nächsten Schritte aussehen …

Versinke so vollkommen in der Aufgabe und der Rest passiert dann von ganz allein.


Kann man überall in den Flow gelangen?

Sofern alle oben genannten Kriterien erfüllt sind, die Aufgabe also deinen Fähigkeiten entspricht, sie dir Spaß macht, du intrinsisch motiviert bist, dich niemand ablenkt und du etwas von deinem Fortschritt merkst, kannst du in einen Flowzustand gelangen.

Ansonsten kann es wirklich sehr schwer werden oder dir weder Glücks noch ein Hochgefühl geben, wenn du es dann doch schaffst.

Es gibt natürlich auch Ausnahmetalente, wie Elon Musk oder Waren Buffett, die in jeder Situation und Lage vollkommen in einer Aufgabe versinken können.

Das sind allerdings nur Ausnahmen an denen du dir (in dieser Hinsicht) kein Beispiel nehmen kannst.


Das beste Flow-Training, das du direkt umsetzen kannst

Das beste Training für deinen Flow ist neben den oben genannten Dingen ist das Lesen.

Lange Leseeinheiten, bei denen du teilweise Stunden in einem Buch versunken bist, ist das perfekte Training für deinen Flow.

Denn hier musst du dich immer wieder auf das Lesen (also die Aufgabe) konzentrieren.

Die Gedanken dürfen nicht abschweifen und du musst das Buch nicht nur lesen, sondern auch begreifen können 

Es reicht also nicht aus, nur mit den Augen über die Wörter zu fahren, sondern du musst das Gelesene auch verstehen und dir merken können.


So schaffe ich es in (fast) jeder Aufgabe zu versinken und mit voller Konzentration zu arbeiten.

Es freut mich, wenn ich dir hiermit weiterhelfen konnte und du einen Mehrwert daraus gezogen hast. 🙂


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