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Januar 17, 2020

Dieser Artikel ist für alle gedacht, die ihren Körper für zu dick, dünn, hässlich, unförmig oder sonst wie unattraktiv finden.

Wie fühlt man sich auch ohne Sport wohl im eigenen Körper?

Wie schaffst du es, ihn anzunehmen, sodass du ganz normal leben kannst, ohne weiter über ihn nachzudenken?

Ich möchte dir heute erzählen, wie ich es geschafft habe, mich nach vielen Jahren Selbsthass, im  eigenen Körper wieder wohl zu fühlen.

Dabei werde ich dir zeigen, dass es nicht darauf ankommt, wie du aussiehst, sondern nur darauf, wie du dich selbst siehst.

Sämtliche Punkte werde ich dabei mit Beispielen belegen, sodass du dich am besten hineinversetzen kannst.


Die Wahrheit über den “geilen” Körper

An dieser Stelle werde ich kurz ein wenig über mich erzählen, damit du den Kontext besser verstehen kannst.

Bei mir fing es In der Pubertät mit dem Zunehmen an. Der Stoffwechsel stellte sich um und ich aß zu viel.

Zudem wurde ich während meiner Schulzeit gemobbt, was zusätzlich in Frustessen endete.

Endresultat war, dass ich bei 1,85 m ca. 110 Kilo wog. 

Und damit nicht genug, mein Körper meinte, dass er das ganze Fett lieber im Po und in den Beinen speichern möchte.

Sodass ich ungefähr so aussah:

“Leider” habe ich kein komplettes Bild von mir aus dieser Zeit, darum stell dir einfach vor, dass ich das wäre.

Nach meiner Schulzeit fing ich an zu trainieren, abzunehmen, ging zur Bundeswehr und mir einen (im Vergleich zu vorher) recht stattlichen Körper aufzubauen.

Das Problem war hierbei nur, dass weder mein Selbstbewusstsein wuchs, noch die Problemzonen verschwanden.

Ich hatte mir immer vorgestellt, dass man mit so einem Körper schon irgendwie selbstbewusst werden würde.

Man musste einfach selbstbewusst sein. Wie könnte man auch nicht? Schließlich hängt doch alles nur vom Aussehen ab oder?

Aber ich konnte hier noch so viel trainieren und versuchen noch besser auszusehen, meine innere Situation hatte sich allerdings nicht verbessert.


Natürlich fühlte ich mich besser in meiner Haut aber ein wirkliches Selbstbewusstsein hatte ich trotzdem nicht.

Und jedes Mal, wenn ich meinen Po ansah, empfand ich ihn als viel zu fett und wollte nicht vor die Tür gehen.

Wenn ich meinem alten ich, an dieser Stelle, ein Bild von meinem neuen gezeigt hätte, hätte es wahrscheinlich gesagt »Was willst du eigentlich du siehst doch Hammer aus.«, aber so konnte ich das selbst eben nicht sehen.

Im Kopf war ich immer noch viel zu fett und konnte mich auch selbst nicht annehmen.


Und genau da fing ich an mich mehr mit den Themen Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Persönlichkeitsentwicklung zu beschäftigen.

Hier lernte ich unter anderem, wie mächtig das tägliche Selbstgespräch ist und wie sie selbstzerstörerisch meines war.

Ich hatte mich immer wieder selbst fertig gemacht und mir eingeredet wie fett und hässlich ich bin.

Das kennst du wahrscheinlich auch. Du stehst vor dem Spiegel, schaust dich an und sagst dir: »Man bin ich fett!« Dann fühlst du dich heiße und dein Selbstvertrauen ist im Keller.

So geht es Millionen Menschen tagtäglich und genau deswegen werden sie mit ihrem Körper niemals wirklich zufrieden sein. Ganz egal, wie sie aussehen.

Ich habe gelernt, das Einzige, was hierbei wirklich hilft, ist Selbstliebe.


Was ist Selbstliebe wirklich? 

Gerade von vielen Männern wird dieses Thema gemieden, wie der Teufel das Weihwasser. 

Es klingt einfach viel zu feminin und esoterisch.

Dabei bedeutet Selbstliebe nichts anderes, als dass du dir selbst Aufmerksamkeit schenkst, auf dich Rücksicht nimmst und dich wertschätzt.

Also eigentlich ganz normale Dinge, von denen wir uns wünschen, dass so alle Menschen miteinander umgehen.

Aber wie können wir uns wünschen, dass Otto Normalo so mit seinen Mitmenschen umgeht, wenn wir es noch nicht einmal bei uns selbst schaffen?

Falls du jetzt vielleicht denkst: »Ach Selbstliebe, Unsinn! Davon werde ich auch nicht dünner/ hübscher.«

Dann lass dir gesagt sein, dass dein Problem “zu dick”, “zu hässlich”, “zu irgendwas”, nur in deinem Kopf entsteht, also immer subjektiv ist.


Hier meine Lösung, mit der ich es geschafft habe.

Mit den folgenden 5 Schritten hatte ich schon nach wenigen Tagen und Wochen eine deutliche Veränderung durchlebt.

Ich konnte meinen Körper viel besser annehmen und fühlte mich viel wohler darin. (und ich hatte wirklich starke Komplexe)

Schon nach zwei Monaten konnte ich meinen Körper genau so lieben, wie er ist.

Falls es dir mit deinem Problem wirklich ernst ist, greifst du nach jedem Strohhalm und versuchst auch solche Dinge, die der erst mal suspekt erscheinen.


In 5 einfachen Schritten zum Wohlgefühl im eigenen Körper

Ich habe es hierbei auf die notwendigsten Schritte runtergebrochen.

Es gibt noch einiges mehr, was du tun könntest, aber diese Schritte sind wirklich essenziell.

Halte dich einfach an diese 5 Schritte und du wirst schon nach wenigen Tagen und Wochen eine große Veränderung spüren.

Wichtig: gehe hierbei nicht mit Skepsis an das Thema, sondern glaube fest daran, dass es funktioniert.

Wenn du dir nämlich selbst immer wieder einredest »Das funktioniert doch eh nicht.« , verringerst du damit deinen Erfolg enorm


Schritt 1. Führe nur noch positive Selbstgespräche

Wie du mit dir selbst redest, ist unglaublich wichtig, wenn es darum geht mit sich selbst klarzukommen.

Und zwar auch, wenn du keinerlei Probleme mit deinem Körper hast.

Dein Selbstgespräch ist der erste Indikator für deine Selbstliebe.

Wie du mit dir und über dich selbst sprichst, hat einen enormen Einfluss darauf, wie du über dich selbst denkst.

Die meisten Menschen sind sich überhaupt nicht darüber bewusst, dass sie sich selbst tagtäglich wie Dreck behandeln.

Falls du das übertrieben findest, dann stell dir einmal vor, du würdest so, wie du mit dir selbst sprichst, mit einem Freund reden:

Beispiel: dein Freund betrachtet sich Spiegel. Du: »Du bist aber fett geworden. Richtig hässlich, wie du überall rumschwabbelst.«

Und schon wird klar: so kannst du mit niemandem reden! 

Demjenigen, dem du tagtäglich solche Sachen an den Kopf wirfst, ist die längste Zeit dein Freund gewesen.

Bei uns selbst fällt es uns allerdings nicht mehr auf und weglaufen können wir hier auch nicht.


Die Lösung: sieh dich selbst als deinen besten Freund und behandle ich auch so.

So wird dir ziemlich oft am Tag klar werden, dass du dich die ganze Zeit selbst fertig gemacht hast und auch, wie du jetzt stattdessen mit dir reden solltest. (liebevoll, verständnisvoll, freundlich…)

Falls du einmal nicht wissen solltest, wie du mit dir reden darfst und wie nicht, stell dir einfach immer wieder die Frage: Würdest du so mit deinem besten Freund reden?

Und falls du ein totales Arschloch bist 😉, habe ich hier einen klein Anhalt für dich:

  • sei freundlich,
  • geduldig,
  • verständnisvoll,
  • ehrlich,
  • dein Wunsch muss es dabei sein, dass du immer das Beste für dich willst.

Auf diese Weise stoppst du die negativen Einflüsse von dir, auf dich selbst und kannst so eine gesunde Basis im Umgang mit dir schaffen.


Schritt 2. Akzeptiere deine Problemzonen mit Selbstliebe

Dieser Punkt ist wahrscheinlich der, der für die meisten Menschen seltsam und albern erscheinen mag.

Aber es ist auch der Punkt, der die große Veränderung bewirkt.

Stelle dich hierbei vor einen Spiegel, betrachte deine nackte Problemzone und sag dir immer wieder »Ich liebe meinen Bauch/ Po/ mein Gesicht … so wie er/sie/es ist.« 

»Du bist zwar fett/ unförmig/ zu klein (oder sonst irgendwas) aber ich liebe dich trotzdem!«

Wiederhole diesen Satz immer wieder, wie ein Mantra und lächle dabei.

Wenn du das Lächeln über einen gewissen Zeitraum hältst, werden in deinem Kopf Endorphine freigesetzt und du empfindest Glücksgefühle.

Falls du nicht auf natürliche Weise lächeln kannst, mache es einfach vollkommen übertrieben.

Wichtig ist hierbei, dass die Mundwinkel übertrieben nach oben gezogen werden, damit du Glücksgefühle empfindest.

In deinem Kopf wird jetzt nämlich eine Verbindung hergestellt.

Und zwar zwischen deinem Glücksempfinden, der Problemzone und dem Ansehen deiner Problemzone.

Du kennst diese Verbindungen auch aus anderen Bereichen. Zum Beispiel, wenn du dich einmal an etwas vollkommen überfressen hast und dir nun schon allein vom Geruch schlecht wird.

Oder du es mit einem gewissen alkoholischen Getränk komplett übertrieben hast. Auch hier brauchst du die Flasche nur sehen und schon wird dir schlecht.

Diese Verbindungen funktionieren aber auch genauso in die andere Richtung. Zum Beispiel dein Lieblingskino, in dem du schon eine Menge guter Filme gesehen hast.

Hier beginnt die Aufregung schon, wenn du das Kino nur betrittst.

Und genau solch eine positive Verbindung sollst du nun aktiv mit deiner Problemzone schaffen.

Ziel ist es dabei, dass du jedes Mal Glücksgefühle empfindest, wenn du an deine Problemzone denkst oder sie im Spiegel siehst.

Freue dich währenddessen auch darauf, dass du Selbstliebe zu deiner Problemzone entwickelst und endlich mit dir selbst klarkommst.

Freue dich auch darauf, dass du endlich normal leben kannst.


Stehe zu deinem Körper so wie er ist. 

Ich weiß, es ist nicht leicht, aber es ist der einzige Weg.

Denn das ist der einzige Körper, den du hast. Du kannst dir keinen neuen kaufen.

Also musst du lernen mit ihm klar zukommen.

Sag dir auch Dinge wie »Ja, mein Bauch ist vielleicht zu dick aber es ist meiner und ich liebe ihn so, wie er ist«

Es geht nicht darum sich die Sache schönzureden, sondern darum sich im eigenen Körper wohlzufühlen.

Du merkst auch schon, dass du diese Antwort außerdem auch anderen geben kannst, falls du Menschen in deiner Umgebung hast, die dich wegen deinem Körper fertig machen.


Schritt 3. Zeig Verständnis für deine Fehler

Was bisher gewesen ist, ist natürlich Scheiße gelaufen aber es ist Vergangenheit.

Du hast es vielleicht nicht besser gewusst oder hattest du derzeit noch nicht die nötige Willenskraft.

Auf jeden Fall bringt es nichts sich deswegen heute noch fertig zu machen.

Was vergangen ist, ist vergangen und damit fertig.

Das Einzige, was dich an deinen vergangenen Fehlern noch interessieren könnte, wäre, wie du aus ihnen lernen kannst.

Ansonsten brauchst du dich deswegen nicht mehr selbst zu geißeln.


Schritt 4. Verändere deine Sicht auf die Dinge

  • Sieh deine Vergangenheit nicht als Fehler, sondern als Notwendigkeit, um zu deinen heutigen Erkenntnissen zu kommen.
  • Versuche überall Chancen, anstatt Hindernisse zu sehen.
  • Tritt ein Problem auf, versuche es zu lösen.
  • Scheiterst du, versuche herauszufinden, warum du gescheitert bist und versuche es dann erneut.
  • Die passiert etwas Negatives? Verwende es als Gemütstraining und versuche ruhig zu bleiben.
  • Sieh deinen Körper als Ganzes und als Teil von dir.
  • Mach dir klar, dass du für jede deiner Lebenslagen selbst verantwortlich bist und sie auch eigenverantwortlich ändern kannst.

Richte deinen Blick auch nicht auf die Dinge, die andere falsch machen, sondern schaue nur auf dich.


Schritt 5. Setze dir Ziele

Was jetzt wichtig ist, ist, dass du nach vorn siehst und dir Ziele für deine Zukunft steckst.

Nur, weil du dich selbst annehmen und lieben lernst, heißt das noch lange nicht, dass du mit dem jetzigen Ergebnis zufrieden sein musst.

Natürlich kannst du weiterhin abnehmen und dich verbessern wollen. Nichts spricht dagegen.

Du kannst dir auch in anderen Bereichen Ziele setzen.

Vielleicht fallen dir ein paar Dinge ein, die du immer machen wolltest, dich aber vorher nie getraut hast.

Diese Dinge anzugehen wäre der ultimative Selbstbeweis, dass dein Leben jetzt eine neue, bessere Richtung hat.

Außerdem gibt das sich-selbst-Ziele-setzen deinem Leben viel mehr Sinn und Bedeutung.


So habe ich es geschafft meinen Körper vollkommen anzunehmen und zu akzeptieren. So wie er ist.

Und auch wenn ich mal schwierige Phasen habe und etwas mehr zunehme, komme ich trotzdem viel besser damit zurecht.

Ich wünsche dir viel Erfolg und Spaß beim Ausprobieren.

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Mein Name ist Norbert Pagels und mein Ziel ist es: dir mit meinen Erfahrungen dabei zu helfen, dein Selbstbewusstsein zu stärken und  mehr Selbstvertrauen zu erlangen.

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