Selbstwertgefühl

Was bedeutet geringes Selbstwertgefühl eigentlich?

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Januar 16, 2020

Wenn man sich mit dem Thema Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen usw. beschäftigt, dann stößt man sehr schnell auf den Begriff “geringes Selbstwertgefühl”.

Aber was bedeutet es überhaupt ein geringes Selbstwertgefühl zu haben?

Woran erkennst du ein geringes Selbstwertgefühl und was kannst du dagegen tun?

All diese Fragen möchte ich dir in diesem Artikel beantworten und dir dabei helfen dein Selbstwertgefühl besser zu verstehen.


Was sagt das Selbstwertgefühl aus?

Der Name drückt es schon ziemlich gut aus: es ist das Gefühl davon, welchen wert sich eine  Person selbst beimisst.

Empfindet sie sich selbst als wertvoll oder wertlos.

Übertrage diese Begriffe einfach auf einen Gegenstand und es wird dir direkt klar, was Selbstwertgefühl.

Denn empfindest du einen Gegenstand als wertvoll, achtest du ihn, schützt ihn vor Schäden, freust dich über ihn und willst noch lange Freude an ihm haben.

Hat ein Gegenstand für dich hingegen keinen Wert, wirfst du ihn achtlos umher oder vergisst ihn vollkommen.

Und auch wenn andere diesen Gegenstand kaputt machen würden, wäre es dir ziemlich egal.

Mit deinem Selbstwertgefühl verhält es sich eben genauso.


Das geringe Selbstwertgefühl

Hast du das Gefühl, dass du selbst wenig wert bist, wirst du kaum etwas unternehmen, wenn dir Schaden zugefügt wird.

Zum Beispiel, wenn dein Chef dich ausnutzt, deine Arbeitskollegen auf dir herumhacken oder dich jemand beleidigt / sich über dich lustig macht.

Du wirst dann auch in der Partnerwahl nicht wählerisch sein, sondern dir den nächst Besten schnappen und versuchen damit glücklich zu werden.

Eben weil du dir selbst nicht zutraust etwas Besseres verdient zu haben, getreu dem Motto “Wer will mich schon haben”.

Das Gleiche gilt auch für den Job. Auch hier versuchen viele gar nicht erst mehr anzustreben, weil sie nicht das Gefühl haben mehr zu verdienen.

Ein geringes Selbstwertgefühl hat also  einen enormen Einfluss auf dein gesamtes Leben und sollte deswegen unbedingt angegangen werden.


9 Merkmale, an denen du ein geringes Selbstwertgefühl erkennst


Eine zurückhaltende Körperhaltung

Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl gestehen sich selbst nicht viel Raum zu.

Sie verkrümeln sich lieber in irgendeine hintere Ecke und versuchen niemandem zur Last zu fallen.

Und genau das drückt sich auch in den Merkmalen ihrer Körpersprache aus:

  • Die Arme sind nah am Körper,
  • die Füße stehen eng zusammen,
  • die Schultern sind leicht nach vorn gezogen,
  • der obere Rücken macht einen leichten Buckel,
  • der Kopf ist leicht nach unten gezogen, so als hätte sie Person Angst geschlagen zu werden,
  • und gestikuliert wird sehr zurückhaltend und eng am Körper.

Leises Sprechen

Es fällt der Person schwer sich selbst zu behaupten und zu ihrer eigenen Meinung zu stehen.

Sie hat außerdem Angst vor dem was andere von ihr denken und auch davor, etwas Falsches zu sagen.

Deswegen redet sie möglichst leise und schüchtern, sodass möglichst wenige sie hören können.

Natürlich kann leises sprechen auch eine simple Angewohnheit sein, aber es ist in den meisten Fällen doch ein sehr guter Indikator für ein geringes Selbstwertgefühl.

Denn eine Person, die sich vertraut, hat kein Problem damit auch laut und deutlich zu sprechen.


Immer übertreiben und Auffallen wollen

Einige Menschen kompensieren ihren geringen Selbstwert auch dadurch, dass sie anderen Menschen ein falsches Bild von sich selbst präsentieren.

Sie versuchen immer extra laut zu sein, um im Mittelpunkt zu stehen.

Die Lautstärke ist hier allerdings noch nicht der größte Indikator, sondern das ständige übertreiben und sich selbst in den Mittelpunkt stellen.

Beispiel:

Du sagst zu einer solchen Person: “Ich habe heute meinen persönlichen Rekord beim Bankdrücken geknackt. 105 Kilo, bin richtig stolz auf mich.” 

Darauf der Gegenüber: “Pah, 105 Kilo? Ich habe früher 130 gedrückt und das 10 Mal”

Das heißt die andere Person übertreibt gerne und lenkt den Fokus direkt wieder auf sich selbst.


Schlecht von sich selbst reden

Dieses Merkmal hat ein wesentliches Problem, und zwar bekommen wir als Außenstehende die wirklich schlimmen Dinge gar nicht mit.

Das wirklich schlimme über sich selbst reden findet nämlich im Kopf statt.

Es gibt trotzdem einige Sätze, die vielen Menschen im Alltag so rausrutschen, an denen du ihr Selbstwertgefühl auch erkennen kannst:

  • “Da bin ich zu dumm für”
  • “Ich kann echt gar nichts”
  • “Ich Idiot!” (wenn zum Beispiel ein Missgeschick passiert)
  • “Das hab ich nicht verdient” (bei einem Geschenk)
  • “Wer sollte mich schon haben wollen?”
  • “Ich bin fett”
  • “Ich bin hässlich”
  • “Warum immer ich?”

Immer vom Schlimmsten ausgehen

Die negative Einstellung und das geringe Selbstwertgefühl sind eng miteinander verbunden.

So gehen solche Menschen immer vom Schlimmsten aus, wenn sie etwas versuchen, jemanden kennenlernen oder neues probieren wollen.

Bei Nachfrage, warum sie das so machen, bekam ich oft Antworten zu hören, die in diese Richtung gingen:

“Wenn man immer vom Schlimmsten ausgeht, kann man nicht enttäuscht werden. Und sollte es doch gut laufen, freut man sich umso mehr.”

Der Gedankengang klingt auf dem Papier zwar logisch, er hat mit der Wirklichkeit aber nicht viel zu tun.

Denn die Glücksforschung hat bereits eindeutig nachgewiesen, dass Menschen die so an die Sache herangehen nicht nur im Allgemeinen unglücklicher sind, sondern auch erfolgloser.

Weil sie nicht von Anfang an mit vollem Eifer bei der Sache sind, denn die Arbeit könnte ja komplett für die Katz gewesen sein, wenn es nicht klappt.

Und enttäuscht fühlen sich diese Menschen bei nicht Gelingen trotzdem.

Mir persönlich haben die Erkenntnisse aus der Glücksforschung die Augen geöffnet und mein Leben stark verändert.

Ich möchte dir hierfür das folgende Buch empfehlen, weil es nicht nur voll ist mit Wissen gutem Wissen, sondern weil es auch noch einfach und leicht verpackt geschrieben ist und kein Wälzer der sich wie eine Abhandlung liest:

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Jedes Unglück wird auf sich beziehen

“Warum immer ich?” Das ist der Lieblingssatz und zugleich auch die persönliche Einstellung.

Passiert etwas schlimmes, heißt es direkt: “Das musste ja wieder passieren.”, “Das war ja klar.”,  oder “Warum sollte bei mir auch mal etwas klappen?” 

Jedes Unglück wird so auf sich selbst bezogen, als hätte sich die ganze Welt gegen einen verschworen.

Positive und glückliche Momente werden gar nicht erst gesehen oder heruntergespielt.


Sich selbst nichts zutrauen

Das Selbstwertgefühl wirkt sich direkt auf das Selbstvertrauen aus.

Hat man einen guten Selbstwert, vertraut man sich selbst auch viel eher und ist schneller dazu bereit auch mal etwas zu wagen. 

Der geringe Selbstwert sorgt hingegen dafür, dass die Personen das Gefühl hat, dass sie nichts kann und nichts ist. Dass sie ein Niemand ist.

Bei sämtlichen Vorschlägen bekommen wir dann oft Dinge zu hören wie: “Das kann ich nicht.” o.ä.


Sich selbst unterbuttern lassen

Egal ob es jetzt die Klassenkameraden in der Schule oder die Arbeitskollegen im Beruf sind, die auf einem herumhacken, bei einem normalen Selbstwert lässt man sich das nicht gefallen bietet Paroli.

Ist es hingegen geschwächt oder komplett verkümmert, lässt die Person so ziemlich alles mit sich machen, ohne sich zu wehren.

Sie hat indirekt und manchmal auch direkt das Gefühl, dass sie es verdient hat so behandelt zu werden.

Einer solchen Person kommt es oft auch gar nicht erst in den Sinn sich zu wehren. So, als wäre das überhaupt keine Option.


Koksen, saufen, vögeln

Was ich hier jetzt erst mal nach einem Rockstar Leben anhört, ist in den meisten Fällen nur der Versuch sich zu betäuben, abzulenken oder sich auch einmal wertvoll zu fühlen.

Deswegen gehen so viele Menschen jedes Wochenende feiern, um die negative Stimme im Kopf auszuschalten und einfach unbeschwert Spaß haben zu können.

Der Alkohol hilft das Gefühl vom geringen Selbstwert zu betäuben und sich gut (eigentlich normal) zu fühlen.

Das Gleiche gilt auch für andere Drogen. Auch diese sollen nur betäuben und von den eigentlichen Problem ablenken.

Und zum Schluss geben die ständig wechselnden Liebschaften dann noch das trügerische (weil falsche) Gefühl von Wert.

Und fertig ist das Gesamtpaket, um seine Augen vor dem eigentlichen Problem zu verschließen und doch irgendwie an der Gesellschaft teilnehmen zu können.


7 Wege dein Selbstwertgefühl zu steigern

Bei diesen 7 Wegen handelt es sich noch lange nicht um alle Möglichkeiten, die dir zur Verfügung stehen, sie geben dir aber einen guten Vorgeschmack.

Wenn du genauer wissen willst, worauf es beim Selbstwertgefühl stärken wirklich ankommt, ist der folgende Artikel ideal für dich:

Selbstwertgefühl stärken 🥰 – DIE 7 lebensverändernden Tipps


Achte dich selbst

Du bist die wichtigste Person in deinem Leben und der wichtigste Mensch, den du hast.

Und genau so musst du dich auch behandeln.

Das heißt, dass du Schaden von dir weg hältst, auf deine innere Stimme hörst und auch, dass du auf deine Gesundheit achtest.

Dazu gehört, dass du dich nicht überarbeitest und dass du auf deine Ernährung achtest.

All das sind bereits Dinge, die Selbstachtung ausmachen und dein Selbstwertgefühl stärken.


Mach dir selbst Geschenke

Das könnte zum Beispiel ein Serienabend sein, mit dem du dich nach einer langen und anstrengenden Woche belohnst.

Für diesen kaufst du dir ein paar Knabbereien, auch mal eine Cola und machst es dir richtig schön gemütlich.

Die Voraussetzung ist natürlich, dass du die Woche über schön Sport treibst und auch bis ans Limit gehst.

So kannst du die ganze Woche über Gas geben und dich auf dein “Geschenk” am Ende der Woche freuen.

Deine Wohnung aufzuräumen kann auch ein Geschenk an dich selbst sein, mit dem du deinen Selbstwert stärkst.

Denn es zeigt dir, dass du dich als so wertvoll erachtest, dass du unbedingt willst, dass du es wirklich schön hast.


Mach dir Komplimente

Der Großteil der Menschen ist davon abhängig. Sie sehnen sich geradezu nach Komplimenten und tun alles Mögliche um andere Menschen zu beeindrucken.

Dabei braucht es niemand anderen für Komplimente.

Denn worauf es bei hierbei wirklich ankommt, ist die Aufmerksamkeit und die Wertschätzung.

Beides kannst du dir auch selbst geben, indem du dir einfach selbst Komplimente für dich oder deine Arbeit machst.


Rede positiv mit dir selbst

Das tagtägliche Selbstgespräch ist einer der größten Einflüsse auf das eigene Selbstwertgefühl.

Versuche hierbei so mit dir zu reden, als würdest du zu einem guten Freund sprechen.

Das heißt: geduldig, freundlich, liebe-, rücksichts- und verständnisvoll.

Versuche mal einen Tag lang auf dein Selbstgespräch zu achten und auf die Art, wie du mit dir sprichst.

Stelle dir vor, du würdest so mit einem Freund reden, um das Ganze in Relation zu bringen.

Du wirst überrascht sein, wie negativ und respektlos du mit dir selbst sprichst.


Hab Verständnis für deine Fehler

Jeder Mensch macht Fehler und Fehler gehören zum Erfolg dazu.

Sie sind also vollkommen natürlich und es ist doch vollkommen unmöglich sie komplett zu vermeiden.

In der Theorie wissen wir das zwar, in der Praxis versuchen wir allerdings trotzdem perfekt zu sein.

Also keine Fehler zu machen und mit jedem Versuch direkt erfolgreich zu sein.

Und sobald wir doch einen Fehler machen, machen wir uns deswegen selbst fertig und hacken auf uns herum.

Mach es von nun an richtig, indem du dir selbst mit Verständnis entgegenkommst, falls du Fehler machen solltest.

Rede dir selbst gut zu und mach dir klar, dass du dich für Fehler nicht schämen brauchst und sie nur ein Zwischenschritt zum Erfolg sind.


Freue dich über deine Erfolge

Sieh sie nicht als selbstverständlich an, sondern freue dich über jeden deiner Erfolge, ganz egal wie klein.

Schätze deine Arbeit, deine Mühen und somit auch dich wert, indem du deine Erfolge feierst wie kein Zweiter.

Lass die hierbei nichts von deinen Mitmenschen einreden und Vergleiche dich auf keinen Fall mit anderen.

Erfolg bemisst du ganz allein für dich selbst, was andere hierbei denken, machen oder erreicht haben, ist vollkommen egal.


Gönn dir Pausen

Viele Menschen können sich gar keine Pausen gönnen, weil sie die Notwendigkeit dahinter gar nicht verstehen.

Jeder Mensch braucht sie, egal ob Handwerker, Banker oder Hausfrau.

Dir selbst Pausen zu gönnen steigert deinen Selbstwert, weil du dir damit zeigst, dass du dich selbst achtest.


Hast du sonst noch Fragen zum Selbstwertgefühl oder anderen Themen, dann lass es mich wissen.

Ich wünsche dir das Beste der Welt und viel Spaß bei der Umsetzung.



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