Challenge Yourself Sonstiges

Was ich aus 7 Tagen Fasten über mich gelernt habe

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Dezember 31, 2019

Das Fasten wird immer beliebter. Immer mehr Menschen wollen das Nicht-Essen ausprobieren, um auch von all den ganzen Vorteilen profitieren zu können.

Ich nutze das Fasten für mich als Möglichkeit zum effektiven Abnehmen und um mein Selbstvertrauen zu stärken, in dem ich mich selbst herausfordere.

Und in der letzten Woche habe ich es zum ersten Mal geschafft, eine gesamte Woche zu fasten.

Ich war erstaunt, was ich dabei alles über mich gelernt habe. Und was das genau war, erzähle ich dir in diesem Artikel.


Meine Erfahrungen aus 7 Tage Fasten:


Ein unglaubliches Willenskraft-Training

Nicht zu essen allein, erfordert schon eine Menge Willenskraft und Durchhaltevermögen.

Dann aber noch zum Sport zu gehen und zu versuchen alles zu geben, war für mich die wahre Herausforderung.

Gas zu geben, obwohl der komplette Körper nach aufhören schreit, war für mich ein enorm starkes mentales Training.


Denn immer, wenn man denkt, es geht nichts mehr, kann man sich doch noch ein weiteres Mal zu einem Satz durchringen.

Und auch beim Ausdauersport fühlt sich der Körper schon an, als wäre er am Ende, obwohl dann doch noch 5 km drin sind.

Fast alle Herausforderungen, die sich mir jetzt in den Weg stellen, fühlen sich irgendwie mickrig im Vergleich zu diesem Training an.


Diese Woche hat meine Willenskraft unglaublich weit vorangebracht und ich habe enorm viel über meine Reserven gelernt.

Außerdem hat sich mein Verständnis für meine Willenskraft außerordentlich verbessert.

Falls du noch nicht weißt, wie Willenskraft funktioniert, empfehle ich dir den folgenden Artikel:

So erlangst du ultimative Disziplin 🏋️‍♀️ + Profi Geheimnis


Und ich habe gelernt, wie wichtig Schlaf für die Willenskraft ist.

Aber die wichtigste Erkenntnis war: auf meine innere Stimme zu hören.

Mein Körper teilte mir genau mit, wann es Zeit war für Pausen wann für Arbeit und wann für Ablenkung.

Und allein wegen dieser Erfahrung war es das alles wert.


Schaffe das richtige Framework

Es kommt nicht darauf an, wie schwer oder leicht etwas ist, sondern darauf, wie du an die Sache herangehst.

Sonst hatte ich immer ziemliche Probleme damit nicht ans Essen zu denken, weil ich das falsche Framework hatte.

Ich dachte mir: wenn ich so wenig anstrengende Dinge wie möglich mache, habe ich genug Energie für das Fasten übrig.

Bei einer solchen Ausgangslage fängt man aber schnell an sich zu langweilen und Langeweile ist dein schlimmster Feind beim Fasten.

Diesmal habe ich weiterhin gearbeitet und konnte dabei sogar meine Arbeit optimieren, indem ich gelernt habe, wie ich besser in meinen Flow-State gelange.


Die Verbesserung meiner Flow-Fähigkeit

Um nicht ständig ans Essen denken zu müssen, habe ich versucht mich tiefer in meine Arbeit hineinfallen zu lassen.

Dabei fand ich heraus, an welchem Punkt ich weitermachen muss und wie ich am besten arbeiten sollte, um schnellstmöglich in den Flow-State zu kommen.

Ich arbeite nun viel schneller und effektiver, weil ich gelernt habe mich besser in meine Arbeit fallen zu lassen.


Die Wertschätzung gegenüber Lebensmitteln

Das Fasten im Allgemeinen hatte auch schon vorher meinen Bezug zum Essen verändert.

Aber so heftig wie dieses Mal ist es noch nie gewesen.

Ich fühlte mich teilweise so schwach und kaputt, als hätte ich einen Marathon hinter mir.

Alles wurde zur puren Anstrengung, sogar das sitzen. Und da dachte ich mir:

“Das sind gerade einmal ein paar Tage. Andere Menschen auf der Welt müssen wochenlang hungern.” 


Da fiel mir auf, wie klein doch unsere Alltagsprobleme sind, gegenüber den richtigen Problemen des Lebens.

Und wir dankbar wir für unsere Lebenssituation doch sein können.

Das war mir zwar vorher schon klar, Aber die komplette Tragweite wurde mir hier erst wirklich bewusst.


Die Verbesserung meines Durchhaltevermögens

Ich konnte außerdem sehr viel darüber lernen, wie ich mein Durchhaltevermögen verbessere.

Zum einen habe ich mich an den Tipp einiger Marathonläufer gehalten:

Konzentriere sich immer nur auf den nächsten Schritt. 

Sobald du nämlich anfängst daran zu denken, was du noch alles vor dir hast, bist du direkt die motiviert.

Darum habe ich mich immer nur auf den nächsten Schritt konzentriert.


Entweder nur die nächste Stunde, nur noch den nächsten Blogartikel schreiben oder nur noch bis zur nächsten Kreuzung laufen.

Mein Ansatz war, mich so wenig wie möglich auf das Endziel, sondern immer nur auf die Aufgabe, die direkt vor mir liegt zu konzentrieren

So habe ich gelernt, wie enorm effektiv diese Technik ist und wie sehr viel besser ich arbeite, wenn ich mich nur auf eine Aufgabe konzentriere.

Das Zweite war:

Jeden Tag als Erfolg ansehen, alles weitere ist Bonus. 

Durch diese Denkweise konnte ich mich von Anfang als Gewinner fühlen.


Und selbst wenn ich bei Tag 3 schon abgebrochen hätte, wäre ich trotzdem stolz auf mich gewesen, weil JEDER Tag bereits ein Erfolg ist.

Aber vor allem hat mir diese Denkweise den Druck aus der Sache genommen.

Weil ich nicht mehr dachte: “Ich muss das unbedingt schaffen.”, sondern: “Ganz ruhig, du packst das schon. Und wenn nicht, ist es auch nicht schlimm” 


Ich liebe fasten

Mit jedem weiteren Mal lerne ich etwas Neues über mich und festige meine Selbst-Wertschätzung.

Das Fasten außerdem für mich die beste Methode um abzunehmen, denn es geht schnell und ich kann meine Erfolge innerhalb kürzester Zeit sehen.

Außerdem ist die Belohnung am Ende es allein schon Wert:

Das Essen!


Es gab bisher kein Gericht, das so gut zubereitet wurde, wie vom besten Koch der Welt (dem Hunger).

Ein simples Laugenbrötchen, mit etwas Butter und Salz wurde zu einer solchen Geschmacksexplosion, wie ich es noch nie erlebt habe.

Und alleine deswegen lohnt sich für mich das fast schon. 😛


Was mir außerdem aufgefallen ist

Dadurch, dass ich so lange nichts gegessen habe, sind mit zwei Sachen aufgefallen:

Wie oft ich normalerweise in den Kühlschrank schaue.

Und wie viel Müll beim Essen entsteht.

Das lässt sich zwar nicht ganz vermeiden, aber ich wollte sie gerne noch mal erwähnt haben.


Im Allgemeinen kann ich sagen, dass eine so simple Sache wie das nicht essen enorme Auswirkungen auf das komplette Leben haben kann.

Zumindest war es so bei mir bisher.

Ich finde es sehr faszinierend, wie etwas so natürliches und bodenständiges vollkommen aus unseren Köpfen verschwunden ist und wie sehr man doch mit solch “einfachen” Herausforderungen zu kämpfen hat.


Vielleicht hat dir dieser Artikel er einen kleinen Denkanstoß gegeben oder hat dir sonst irgendwie weitergeholfen.

Lass mich doch gerne wissen, wie du darüber denkst.

Bis dahin, viel Spaß beim Fasten 🙂


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